PHỞ

Das bekannteste vietnamesische Gericht ist mit großer Sicherheit Phở. Eine klare Brühe aus Rind- oder Hühnchenknochen mit vietnamesischen Bandnudeln, dünnen Fleischscheiben und frischen Kräutern und Gewürzen. Dazu werden außerdem Chilis, Limetten und weitere Kräuter serviert, damit man sich die Brühe nach den eigenen Vorlieben würzen kann. Während die Brühe im Norden Vietnams klar und hell ist, werden die Knochen im Süden Vietnams vor dem Auskochen gebraten, um eine dunklere und kräftigere Brühe zu erzeugen. Bei Phở handelt es sich um ein relativ neues Gericht, das Anfang des 20. Jahrhunderts in den Straßen Hanois entstanden ist. Dabei ist unklar, ob das Gericht vom französischen pot-au-feu (Topf auf Feuer) inspiriert worden ist, da die Franzosen im Gegensatz zu den Vietnamesen mehr Rindfleisch aßen, oder von Einwanderern aus China, die auf den Straßen Fleisch mit Nudeln verkauften (nhục phấn).

 
Eine Schale Phở mit Chilis, Limetten und frischen Gewürzen

Eine Schale Phở mit Chilis, Limetten und frischen Gewürzen